Das Raphaelswerk hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Vor mehr als 150 Jahren gab es ganz andere Probleme beim Auswandern als heute. In der Nazizeit ging es buchstäblich um Leben und Tod, auch für das Team des damaligen St. Raphaels-Vereins selbst. In den 1960er Jahren begann die ungewöhnliche Karriere eines jungen Mannes aus dem Sauerland in New York – dank des Raphaelswerks. Wir zeichnen hier einige Biografien nach.
Pater Max Größer war seit 1930 Generalsekretär des damaligen St. Raphaels-Vereins und half hunderten verfolgten Juden, sich nach Brasilien und in andere Länder zu retten. Unter anderem entkam so Manfred Abraham dem Tod im KZ. Mehr als 80 Jahre nach der Flucht seines Onkels Manfred vor den Nazis zeichnet heute Dr. Michael Abraham die bewegende Familiengeschichte nach – die wir hier in zwei Filmen dokumentieren.
Internet, Medien, Telefon – Fehlanzeige. Wie kamen Auswanderer früher überhaupt an Informationen? Wer hat ihnen geholfen? Das Deutsche Auswandererhaus in Bremerhaven zeigt in seiner Ausstellung auch einige historische Exponate des St. Raphaels-Vereins aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Im Film erzählen wir die packende Geschichte von Christoph Diehl, der 1906 als Fünfzehnjähriger plötzlich in die USA auswanderte.
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